Diebe verursachen Großeinsatz

Sonntag, 21. Juni 2009 |  Autor: Ingo Vigneron

Am 20. Juni 2009 verursachen bewaffnete Diebe einen großen Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in Diefflen.

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Leicht verletzter Tatverdächtiger wird im Streifenwagen behandelt

Auf dem Gelände der Tennishalle in Diefflen wird simuliert dass mehrere Metalldiebe versuchen einen großen Tank zu stehlen. Dabei verunfallen die Täter und lösen einen Brand aus. Ein unbeteiligter Zeuge erleidet zudem einen Herzinfarkt.

Um 16:00 Uhr stellt ein Landwirt seinen Traktor an der Tennishalle in Diefflen ab. Auf dem Gelände bemerkt er drei auffällige Personen. Diese versuchen, mit Hilfe von schwerem Gerät, einen großen Tank zu stehlen. Aufgeregt wählt der Landwirt den Notruf der Polizei.

Zeitgleich heben die angetrunkenen Diebe den Tank auf einen mitgeführten Hänger. Vor den Augen des Landwirts löst sich der Tank vom Haken und rutscht auf den PKW der Diebe. Dabei wird ein Dieb in seinem PKW eingeklemmt und schwer verletzt. Der zweite Dieb lässt seinen Schneidbrenner fallen um seinem Bruder im Auto zu helfen. Der Dritte Dieb – und Cousin der beiden Brüder – flieht mit dem mitgeführten LKW der Täter.

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Feuerwehr löscht den Brand

Der Landwirt beobachtet das Geschehen und erleidet noch während dem Notruf einen Herzinfarkt. Das Gespräch mit der Polizei bricht ab und er Landwirt ist nicht mehr erreichbar.

Sofort werden zwei Kommandos der Polizei vor Ort geschickt. Bislang gehen diese nur von einem Diebstahl mit drei Tätern aus. Der erste Streifenwagen trifft ein und wird von dem geschockten und leicht verletzten Bruder des einklemmten Diebes über den Unfall informiert. Mittlerweile hat der Schneidbrenner noch einen Brand ausgelöst. Die Flammen drohen bereits auf den PKW und den Tank überzugreifen.

Die Polizei fordert die Feuerwehr und den Rettungsdienst zur Unterstützung an. Bis zu deren Eintreffen leisten die Beamten Erste Hilfe und versuchen sich einen Überblick zu verschaffen.

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Tatverdächtiger wird durchsucht und vorläufig festgenommen

Ein Notarzt Einsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen treffen an der Einsatzstelle ein. Der Rettungsdienst stabilisiert den Landwirt mit Herzinfarkt und den eingeklemmten Metalldieb. Auch der Leichtverletzte Dieb wird medizinisch versorgt. Während dessen bringt die Feuerwehr Diefflen den Brand unter Kontrolle und leitet die Befreiung des eingeklemmten Diebes ein.

Die Polizei sichert die Einsatzstelle ab und überprüft die beteiligten Fahrzeuge und Personen. Die Diebe sind bereits polizeilich erfasst. Sie sind mehrfach wegen Diebstahl, unerlaubtem Waffenbesitz und Widerstand gegen die Staatsgewalt aufgefallen. Einer der Brüder wird derzeit auch polizeilich gesucht. Bei der Durchsuchung der Brüder werden zwei Schusswaffen und ein Butterflymesser sichergestellt. Beide werden vorläufig festgenommen.

Es meldet sich noch eine Zeugin aus der Bevölkerung. Sie hat den genauen Tathergang beobachtet. Sie entlastet den Landwirt und gibt eine Personen- und Fahrzeugbeschreibung des flüchtigen Täters. Mit diesen Informationen wird eine Fahndung eingeleitet.

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Patient wird stabilisiert

An der Einsatzstelle treffen auch die Frau und Tochter des Landwirts ein. Die Ehefrau des Landwirts erleidet einen Schock. Sie fürchtet um das Leben ihres Mannes und in der Folge auch um die Existenzgrundlage ihrer Familie. Für sie wird eine Notfallseelsorgerin zur Einsatzstelle alarmiert. Ihr Ehemann wird als erster Patient abtransportiert.

Während der Rettungsdienst den eingeklemmten Dieb medizinisch versorgt, wird dieser von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Trümmern befreit. Er wird narkotisiert und als zweiter Patient abtransportiert. Im Krankenhaus wird er unter Bewachung der Polizei gestellt.

Der leicht verletzte Dieb wird unter Polizeibewachung – als dritter Patient – abtransportiert und die Übung wird beendet.

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Feuerwehr und Rettungsdienst befreien das eingeklemmte Opfer aus dem PKW

Einsatzleiter war Herr Markus Kuhn (Feuerwehr Diefflen). An der organisationenübergreifenden Übung für Fachdienste der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst haben sich folgende Organisationen beteiligt:

  • Feuerwehr Dillingen
    Löschbezirk Diefflen
  • Polizeiinspektion Dillingen
  • Rettungsdienst Dillingen
    Wache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)
  • Rettungsdienstschule Saar
    Notarzt Dr. Schmitt & Einsatzfahrzeug

In der Übungsleitung waren vertreten:

  • Dirk Nauert (Polizei)
  • Patrick Balfie (Feuerwehr)
  • Ludwig Mock und Heinz Bourgeois (DRK)
  • Ingo Vigneron (Freiwillige Notfallhilfe e. V.)
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Übungsleitung und Nachwuchskräfte haben alles im Blick

Das besondere an dieser Übung war die Möglichkeit für alle Beteiligten, einen “Praktikanten” in die anderen Fachdienste zu entsenden. Ziel des Austauschs war es die Arbeitsweisen der anderen Fachdienste kennen zulernen um so auch die Zusammenarbeit zu verbessern. So hat auch Frau Kipper, die Leiterin der Ortspolizeibehörde Dillingen, als Rettungskraft an der Übung teilgenommen.

Die Abteilung für Ausbildung und Simulation der Freiwilligen Notfallhilfe e. V. wurde von der Feuerwehr Dillingen beauftragt die Übungssimulation durchzuführen. Hierfür wurden sieben Darsteller unseres Mimentrupps und fünf unserer Übungsleiter zur Steuerung der Verletzten, Betroffenen, Zeugen und Störer eingesetzt.

Ingo Vigneron
Leiter Ausbildung & Simulation
Freiwillige Notfallhilfe e. V.

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Thema: Einsatzberichte

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Ein Kommentar

  1. 1
    Christian 

    Ein herzliches Dankeschön!
    Ich habe als RA den Traktorfahrer versorgt und bin absolut begeistert von der realistischen Darstellung der Notfallsituation. Auch die Ehefrau und die Tochter haben absolut professionell und realistisch den Einsatz gestört. :-)

    Toll gemacht!

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