Großeinsatz in der Klinik Berus

Sonntag, 11. Oktober 2009 |  Autor: Ingo Vigneron

Am 10. Oktober kommt es zum Brand in der AHG Klinik Berus. Zwölf Verletzte sieht das Übungsszenario für die Feuerwehr Überherrn vor.

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Gruppenführer erkundet die Lage

Eine Angestellte kommt von der Pause zurück und bemerkt die starke Rauchentwicklung in der Cafeteria. Sie ist nicht die erste die den Notruf wählt um den Brand in der Klinik zu melden. Sie rennt zur Straße, um die Rettungskräfte einzuweisen. Währenddessen breitet sich der Rauch im gesamten Gebäude aus. Viele Patienten können die Klinik aus eigener Kraft verlassen, doch einige sind auf die schnelle Hilfe der Rettungskräfte angewiesen. Die Zeit läuft! Eine Patientin im dritten Obergeschoss droht sogar damit vom Balkon zu springen.

Die eintreffenden Kräfte der Feuerwehr verschaffen sich einen Überblick über die Lage, während die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Verbandsplatz aufbauen. Die Feuerwehr dringt an drei Stellen in die Gebäude der Klinik ein und beginnt sofort mit der Menschenrettung

Notfallseelsorger im Einsatz
Notfallseelsorger im Einsatz

Nach kurzer Zeit trifft die Saarlouiser Einsatzgruppe der Notfallseelsorge und Krisenintervention Saarland e. V. an der Einsatzstelle ein. Sie nehmen Kontakt zu der Patientin im 3 Stock auf und beruhigen sie. Später wird diese Patientin mit Hilfe eines Drehleiterfahrzeugs gerettet. Weiter betreut die Notfallseelsorge eine geschockte Mitarbeiterin der Cafeteria und einen auffälligen Patienten.

Für den Einsatzleiter birgt die Übung eine besondere Schwierigkeit. Sein Patenkind Annika ist unter den Opfern und klammert sich an ihn. Sie war in der Klinik um eine Angehörige zu besuchen. Sie vermisst auch ihren Bruder, der erst später aus dem verqualmten Nebengebäude gerettet wird.

Menschenrettung über Drehleiter
Menschenrettung über Drehleiter

Die Verletzten werden nach und nach gefunden. Sie werden an das medizinische Personal übergeben. Drei Patienten mit Brandverletzungen, davon eine sehr schwere, erhalten eine Erstversorgung vor Ort. Später folgten noch einige Patienten mit Rauchgasvergiftung und leichten Fluchtverletzungen.

Als besonders schwierig erweist sich gegen Ende der Übung noch die Rettung einer Patientin mit einem Beckenbruch. Sie ist im Treppenhaus gestürzt und leidet unter sehr starken Schmerzen.

Die Mitarbeiter der Notfallseelsorge sind auch nicht vor Überraschungen sicher. Ein Patient erleidet einen Herzinfarkt und muss unerwartet doch medizinisch versorgt werden.

Junger Patient mit Rauchgasvergidtung
Junger Patient mit Rauchgasvergiftung

Es dauert etwa eine Stunde bis die gesamte Klinik abgesucht und das Feuer gelöscht ist. Alle Patienten werden erfolgreich gerettet.

Wir haben diese Übung im Auftrag der Feuerwehr Berus durchgeführt. An der Übung waren Einsatzkräfte der folgenden Einheiten beteiligt:

  • Löschbezirk Berus
  • Löschbezirk Altforweiler
  • Löschbezirk Felsberg
  • Löschbezirk Bisten
  • Löschbezirk Überherrn
  • Löschbezirk Saarlouis Innenstadt
  • DRK Ortsverein Berus
  • DRK Ortsverein Altforweiler
  • DRK Ortsverein Felsberg
  • DRK Ortsverein Bisten
  • DRK Ortsverein Überherrn
  • Einsatzgruppe der Notfallseelsorge im Kreis Saarlouis

Unser Mimentrupp war mit zehn Darsteller und zwei Übungsleiter vor Ort. Unterstützt wurden wir von zwei Darsteller der Jugendfeuerwehr Berus.

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Ingo Vigneron
Ausbildung & Simulation
Freiwillige Notfallhilfe e. V.

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Thema: Einsatzberichte

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3 Kommentare

  1. Wollte hier mal sehr großes Lob an die Mimentruppe aussprechen.

    War bei dieser Übung Notfallseelsorger und hatte alle Hände voll zu tun mit den Mimen.

    Macht weiter so, und fordert mal schön die Einsatzkräfte ;-)

    Grub Benny

  2. 2
    Jörg Weishaupt 

    Großes Kompliment an Euch alle !
    Ihr habt das so toll hinbekommen,das aus allen Ecken nur positives Lob ausgesprochen wird.
    Möchte mich aber auch bei den Laien bedanken die so toll mitgespielt haben.
    Gruß Jörg.
    P.S Ich war der E-Leiter

  3. 3
    Patrick 

    Hallo und vielen Dank für so eine gelungene Übung
    Ich gehörte auch zu den Notfallseelsorgern und hatte ebenfalls wie meine Kameraden alle Hände voll zu tun
    sehr realistich eure Gruppe prima Erfolg wirkte sehr echt Weiter so
    P.Tilmont NFS

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